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Stadtbibliothek Kreuztal

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Öffnungszeiten

Di, Mi, Fr
10.00 - 18.30 Uhr
Do
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So
14.00 - 18.00 Uhr

Gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen

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Termine

Workshop: Märchen als integrationsfördernde Methode

25.09.2017, 10:00 - 17:00 Uhr

Elita Carstens bietet einen Workshop für Erziehende, LehrerInnen und alle sonstigen interessierten Personen an:

Ziele sind das:
o Kennenlernen von Märchen anderer Kulturen
o Erkennen unterschiedlicher Integrationsfaktoren im Märchen
(Geschlechtergleichwertigkeit, Altersunabhängigkeit, Hilfsbereitschaft, wertschätzende Haltung gegenüber anderen)
o Erkennen der Einsetzbarkeit von Märchen (situativ, thematisch)
o Handwerkszeug zum Einsetzen

Alle Kinder hören gerne Märchen, entsprechen sie doch ihren kindlichen Werten und Erfahrungen, die im frühen Alter auf der Gefühlsebene bleiben und erst nach und nach über den Verstand laufen. In der Weise, in der Personen und Verhaltensweisen in Märchen oft vereinfacht und auf das Wesentliche verdichtet sind, passen sie zum Weltbild kleiner Kinder, in dem Gut und Schlecht, Schwarz und Weiß sich direkt gegenüberstehen. Und wenn böse Akteure im Märchen sterben, verstehen Kinder einfach, dass das Gute siegt.
In der gleichen Weise ist es für Kinder selbstverständlich, dass es eine direkte Belohnung gibt, dass dabei oft Zauberei im Spiel ist, passt nur zu gut in ihr Weltbild.

Märchen hat es schon immer gegeben – überall, wo Menschen zusammengekommen sind, denn sie erzählen auf immer neue, andere Weise von den scheinbar unüberwindlichen Schwierigkeiten des Lebens und wie man sie, entgegen allem Anschein, doch lösen kann: geschlechtsübergreifend, altersgemischt, multikulturell, mit all den allzu menschlichen Eigenheiten und individuellen Unzulänglichkeiten.

Märchen erzählen davon, dass es nicht darauf ankommt, groß, reich oder stark zu sein, sondern darauf, das Herz auf dem rechten Fleck zu haben, sie erzählen von der Notwendigkeit von Empathie, Hilfsbereitschaft und Zivilcourage, von Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und Zielstrebigkeit – Eigenschaften, die durchaus keine Erfindungen unserer Zeit sind. Die Märchen erzählen davon vor dem Hintergrund der Unterschiede ihrer Figuren: „Bitte gib mir von deinem Essen ab; ich bin so hungrig“, sagt der alte Bettler oder das verhutzelte Weiblein; dabei verfügen sie über ungeahnte Fähigkeiten oder Gaben. Wer gibt, bekommt zum Dank; wer nicht gibt, geht selbst leer aus.

So wie die Märchen also den akzeptanten Umgang noch mit den unscheinbarsten Wesen lehren, so liegt es uns heute doch auch am Herzen, in die Kinder Toleranz, Mitgefühl und Engagement für Menschen, die anders als wir sind, zu pflanzen, wissend, dass es letztlich nicht um die Frage geht, ob man Recht hat, sondern um das Glücklichsein. Das aber gelingt nur im Miteinander. Und davon erzählen die Märchen eben immer und immer wieder.
Und wenn nicht alles verstanden wird, weil es noch an der Sprache hapert, so hören Kinder doch gern zu, wenn Märchen erzählt werden, weil in der Erzählsprache ganz viel Gefühl mitschwingt und sie auf dieser Ebene direkt anspricht. Und dadurch lernen sie zuhören, werden neugierig und möchten verstehen. Auf diese Weise wird das Erlernen der Sprache auf spielerische Weise gefördert.

Inhalte des Workshops:
o Märchen zu folgenden Themen

  • Migration
  • Zivilcourage
  • Solidarität
  • Hilfsbereitschaft
  • Freundschaft
  • Frauen als Heldinnen im Märchen

o Besprechen der gehörten Märchen
o Ideensammlung

  • Wie kann ich Märchen einsetzen
  • Erzählen
  • Theaterspiel
  • Freies Nachspiel
  • Rollenspiel

o Lieder zu Märchen                                                                                                                                     o Altersgerechtigkeit von Märchen
o Transfermöglichkeiten der Märchen in die Erlebniswelt heute
o Schwerpunktorientierte Analyse

Methoden im Workshop:
o Input
o Gesamtgruppenarbeit
o Kleingruppenarbeit

Eine Anmeldung ist erforderlich.

Es fällt ein Unkostenbeitrag von 15,00 Euro an. Getränke sind im Preis enthalten.

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