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Jeanette Winterson
Frankissstein - Eine Liebesgeschichte

Ein Medientipp von
Daniela Röcher-Büdenbender
(Team der Stadtbibliothek Kreuztal)

Ein eher dünnes Buch, das viele große Fragen aufwirft: Was macht das Menschsein aus? Ist der Geist vom Köper zu trennen? Und wenn ja, gäbe es noch Geschlechter, gesellschaftliche Konventionen? Was passiert mit den Gefühlen? Wäre der Geist unsterblich?

Ich finde es sehr schwierig über Jeanette Wintersons neuen Roman zu schreiben, da er unglaublich vielschichtig ist.

Es gibt mehrere Erzählebenen. 1816 schreibt Mary Shelley in den Schweizer Bergen den Roman Frankenstein. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie mit vielen gesellschaftlichen Konventionen gebrochen, sie versuchte ihre Persönlichkeit zu behaupten und forderte mehr Rechte ein.

Im Roman beschäftigt sich Viktor Frankenstein mit der Frage, ob tote Körper wieder zum Leben gebracht werden können. Als es ihm gelingt, taucht recht schnell die Frage nach der Seele und den Gefühlen des Monsters auf.

In der Gegenwart begegnen wir dem transgener Arzt Ry Shelley und dem Professor Victor Stein, der über künstliches Leben und KI forscht. Seine Theorien gehen weiter als Frankensteins, denn sein Ziel ist es, den menschlichen Geist/Intellekt vom Körper unabhängig zu machen.