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Daniela Krien
Mein drittes Leben

Ein Medientipp von
Astrid van Vorst
(Team der Stadtbibliothek Kreuztal)

"Es liegt an der Schönheit und Klarheit von Kriens Sprache, dass sie etwas geschaffen hat, in dem sich sehr viele Menschen wiedererkennen."

Sie hat alles gehabt und alles verloren: Sekunden der Unachtsamkeit kosten ihre einzige Tochter das Leben. Tief sieht Linda in den Abgrund und wäre beinahe gefallen, doch da sind hauchfeine Fäden, die sie halten - die Hündin Kaja, die steten Handgriffe im Garten, das Mitgefühl für andere. Wieviel Kraft in ihr steckt, ahnt sie erst, als sie zurückfindet in einen Alltag und zu sich selbst.

Lindas Schicksal ist nur ein Beispiel für das Leben nach tragischen Verlusten. Jeder Mensch übersteht Phasen in aussichtslosen Zeiten persönlicher Erschöpfung und Verzweiflung. Die Handlung im Buch, was man übrigens nicht mehr so schnell aus den Händen legt, ist gleichzeitig spannend, traurig und sehr viele Menschen können die Situtionen nachempfinden. Das dritte Leben beschreibt die Autorin als einen von vielen Wegen, um sich in der neuen Wirklichkeit zurecht zu finden. Gesellschaftlich gibt es meistens nur Rückzug und Unverständnis für die Personen, die Zeit brauchen, um ein neues Leben zu beginnen oder an das alte anzuknüfpen.

" Wir wissen, dass alles, was kommt, auch wieder geht, warum tut es dann imer wieder und immer mehr weh?" Gehard Gundermann